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Landespolitik und Geschichtsarbeit

Am 18. November 2020 wurden alle Fraktionen des Landtages Brandenburg und das Büro der Kulturministerin per Email angeschrieben.
Es ist der zweite Versuch, Regierungs- und Oppositionsparteien auf die Anliegen der in der ehrenamtlichen Geschichtsarbeit tätigen Personen und Vereine aufmerksam zu machen.

Beim Warten auf eine Antwort bzw. auf irgendeine Reaktion sind inzwischen vergangen:  15 Tage

Angeschrieben wurden:

SPD-Fraktion   Hildebrandt, Elske; Scheetz, Ludwig
   
CDU-Fraktion Prof. Dr. Schierack, Michael; Brüning, Julian
   
Fraktion BÜ90/Die Grünen Dahmus, Sahra
   
Fraktion Die Linke Vandre, Isabelle; Dr. Angelow, Jürgen
   
Fraktion BVB/Freie Wähler Stefke, Matthias
   
AfD-Fraktion Dr. Berndt, Hans-Christoph
   
Büro Ministerin f. Wissenschaft, Forschung und Kultur  

Alle angeschriebenen Landtagsabgeordneten - Dr. Angelow ist Mitarbeiiter - sind Mitglieder des Fachausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Herr Scheetz (SPD) ist dessen stellvertretender Vorsitzender.

 

Wenn Demokraten nicht bereit sind, mit Demokraten zu sprechen, leisten sie dem Vormarsch von Nichtdemokraten Vorschub.

Diese werden Gesprächsangebote unterbreiten und versuchen, die Nichterhörten auf ihre Seite zu ziehen.

 


                                

 

Der nachstehende Beitrag wurde bereits im Oktober 2019 auf dieser Seite veröffentlicht. Er ist aber weiterhin aktuell.

Ab dem 05. November 2019 befinden die Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg, später die der CDU Brandenburg und der SPD Brandenburg, über den Eintritt in die künftig das Land regierende Koalition aus diesen drei Parteien.
Zu entscheiden haben Sie auch über den in den nächsten fünf Jahren als Arbeitsgrundlage der Regierung dienenden Koalitionsvertrag.

Die Heimat- und Geschichtsvereine des Landes Brandenburg sowie die Ortschronistinnen und Ortschronisten begrüßen die schnelle Einigung zwischen den drei Verhandlungspartnern, was die termingerechte Regierungsbildung ermöglicht und die Aufnahme der Arbeit durch diese. Sie begrüßen auch die zeitnah erfolgte Veröffentlichung der Koalitionsvereinbarung.

Die Koordinierungsstelle Heimat- und Geschichtsvereine/Ortschronistinnen und -chronisten des Landes Brandenburg hat den Koalitionsvertrag ausführlich durchgesehen, und ihn im ersten Teil mit Kommentaren versehen. Die Aussagen für den Themenkomplex "Kultur" können Sie hier finden.

Die Koordinierungsstelle betrachtet die kommentierte Fassung des Koalitionsvertrages als Beitrag zur Diskussion über denselben. Sie verbindet damit zugleich die Hoffnung, dass ihre Überlegungen Eingang finden in den Prozess der Überarbeitung und Qualifizierung des Vertrages.
Beitragen wollen Sie damit auch zu dem von der neuen Landesregierung verfolgten Ziel, die in Brandenburg lebenden Menschen zu einen.

Die ehrenamtliche Geschichtsarbeit im Land Brandenburg wird von Menschen geleistet,

- die in Brandenburg geboren wurden, aufgewachsen sind und hier - ungeachtet der ihr Leben beeinflussenden gesellschaftlichen Veränderungen - blieben;

- die vor langer Zeit und heute auf der Suche nach Arbeit in dieses Land kamen und sich entschlossen, dauerhaft hier zu bleiben;

- die ein Leben hier als erstrebenswert ansahen und ihre Gegenwart, wie auch die Zukunft in Brandenburg sehen;

- die mehr über ihre Heimat wissen wollen, als in den Büchern und in anderen Publikationen steht, und sich deshalb die mühevolle Arbeit mit den Akten und anderen historischen Dokumenten antun;

- die .......

Es sind Bürgerinnen und Bürger dieses Landes - damit Brandenburgerinnen und Brandenburger. Das ist das, was sie eint. Hinzu kommen gemeinsame Werte, die sie als Bürgerinnen und Bürger dieses Landes vertreten und möchten, dass sie die Gemeinschaft einendes Gut sind. Dennoch unterscheiden sie sich. Aber es gehört zu einer demokratischen Gesellschaft, die den Zusammenhalt zwischen den Menschen erhalten und festigen will - diese Unterschiede zu akzeptieren und damit umzugehen.

Kontraproduktiv sind diesbezüglich Aussagen, wie die folgende im Koalitionsvertrag enthaltene:

"Gesellschaftlich Engagierte in Vereinen, Parteien, Initiativen, Kirchen, Religionsgemeinschaften, Verbänden, freiwilligen Feuerwehren, Gewerkschaften oder Betriebsräten sind das Fundament unseres Landes."

Hätte diese Aussage nicht eigentlich so lauten sollen?

Die in Brandenburg lebenden und sich auf unterschiedliche Weise für ihre Heimat einsetzenden und ihre Entwicklung mit befördern wollenden Bürgerinnen und Bürger sind das Fundament unseres Landes.

Diese Aussage und andere im Koalitionsvertrag enthaltene Sachverhalte werden aktuell von den sich in Brandenburg mit der ehrenamtlichen Geschichtsarbeit befassenden Personen gelesen und diskutiert.

Es ist zu wünschen, dass die Auseinandersetzung mit den Inhalten des künftigen Regierungshandelns, d.h. des Koalitionsvertrages, breiter erfolgt und die Öffentlichkeit nicht nur über die Veröffentlichungen der Medien ergreift.

 

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